Kreatives Schreiben

Kreatives Schreiben

„Worüber will ich eigentlich schreiben?“

Sicherlich wirst du aus der eigenen Erfahrung herausschreiben wollen.

Für welches Thema du dich schließlich entscheidest, ist deiner Fantasie und Kreativität geschuldet.

Wenn du dich einfach nur hinsetzt und darauf wartest, dass die Inspiration von allein kommt, dann musst du lange warten. Bring dich in Stimmung, indem du deinen Hobbys nachgehst. Mache irgendetwas Verrücktes. Und meist kommen dann die Ideen und die Einfälle von allein. Oder mach eine Reise. Auf Reisen fällt einem immer etwas ein.

Wissen solltest du, dass die Grundthemen zum Schreiben immer die gleichen sind. Du hast dich bestimmt oft schon gefragt: „Das muss ich einfach mal aufschreiben.“ Gerade wenn du eine lustige Begebenheit hattest, mit den Enkeln herumtollst und fantasievolle Geschichten erzählst oder dir Fotos anschaust und in der Vergangenheit bzw. in alten Erinnerungen schwelgst.

Auch das eigene Schicksal ist eine Geschichte wert. Es ist eine ganz besondere Abenteuerreise. Du beginnst in diesem Augenblick ein neues Handwerk zu erlernen. Denn Schreiben ist ein Handwerk.

Fragen dich doch einfach: „Worüber will ich schreiben?“, und nicht: „Was soll ich schreiben?“

Du sollst schreiben über das, was du willst.

Denn wenn dir ein Thema gleichgültig ist, dann wirst du nicht glücklich mit deiner Geschichte. Am Anfang sollst du auch über das schreiben, was du kennst.

So kannst du zum Beispiel über deine Familie, Nachbarn, Freunde und über deine Reisen schreiben. Auch der normale Alltag regt zum Schreiben an. Du brauchen das Rad nicht wieder neu erfinden. Altes und Bekanntes – auf Ihre Weise entdeckt und niedergeschrieben – kann viel wertvoller sein.

Es waren immer die Grundthemen, wie Glück und Leid, Hoffnungen und Träume, Lust und Schmerz oder auch Tod und Gewalt, Verbrechen und Schuld, Sühne und die Helden der alten und neuen Zeit, über die geschrieben wurde.

Schau einmal aus dem Fenster hinaus. Was siehst du? Was hörst du?

Was riechst du? Alle Empfindungen, die du spürst sind es wert, aufgeschrieben zu werden.

Kannst du zuhören, hinhören oder gut beobachten? Alles das sind Quellen der Inspiration, die du nutzen solltest.

Nutzen auch die Tageszeitung, das Lexikon und andere literarische Publikationen. Das macht sich recht gut, wenn man bestimmte Örtlichkeiten benennen und beschreiben möchte. Ein Tagebuch kann auch ein Ventil für deine Seele bedeuten. Denn Tagebücher dienen auch dazu, den Kopf frei zu bekommen. In einem Tagebuch kann man die tiefsten und geheimsten Gedanken aufschreiben. Man schreibt das auf, was einem zu schaffen macht und was man an Ballast abwerfen möchte. Das Tagebuch hört sich alles geduldig an. Es ist ein schweigender Freund und Partner zugleich.

Ein Tagebuch hat auch andere Funktionen.

So ist ein Tagebuch eine fortlaufende Stoffsammlung deiner Ideen, auf die du immer zurückgreifen kannst.

Im Tagebuch schreibst du auch immer im Moment; es ist die augenblickliche Stimmung, die du einfängst.

Das Tagebuchschreiben ist nicht zuletzt auch authentisches Schreiben. Probieren es aus. Egal ob du sorgfältig oder auch mal wild und durcheinander schreibst ; ein Tagebuch nimmt alles auf, was du ihm anbietest. Es kann der Selbstbetrachtung dienen, Seelenspiegel sein, es ist Notizbuch und Stoffsammlung zugleich.

Tipps, wie du ein Tagebuch schreiben kannst:

  • Finde deinen Rhythmus!
  • Schreibe am besten täglich!
  • Schreibe alles auf, was dir einfällt!
  • Notieren deinen Plan im Tagebuch, dann kannst du auch überprüfen, ob du alles eingehalten hast.
  • Schreibe mindestens zehn Minuten am Stück!
  • Korrigiere und redigiere nicht!

Wenn du noch nie Tagebuch geschrieben hast, dann fange einfach so an:

  1. Schreibe einige wenige Sätze hintereinander, ohne den Stift abzusetzen.
  2. Überlege , ob du eine Begegnung hattest oder ein Gespräch. Vielleicht hat dich jemand geärgert. Oder sogar erfreut?
  3. Welche Freude hast du heute?
  4. Geht es dir gut oder schlecht?

Ich glaube mithilfe dieser wenigen Bemerkungen lässt sich schon etwas schreiben. Einfach anfangen und drauflosschreiben – das ist die Devise.

Einige Vorschläge, wie du beginnen könntest:

  • A) Wie fühle ich mich in diesem Augenblick?
  • B) Womit habe ich mich heute beschäftigt?
  • C) Habe ich Spaß daran gehabt?
  • D) Hat es nicht gelangweilt?
  • E) Hatte ich eine interessante Begegnung?
  • F) Was würde ich tun, wenn ich jetzt kein Tagebuch schreiben würde?
  • G) Was will ich heute noch erledigen?
  • H) Was will ich nächste Woche und was in einem Jahr tun?
  • J) Was ist mein größter Wunsch und wie könnte er sich erfüllen?

Kino, Fernsehen, Radio und das Internet verhelfen ebenso zu Inspirationen. Zeitungen und Zeitschriften, Literatur und Rundfunk bieten Stoff in Hülle und Fülle. Es stehen dir unerschöpfliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Entwickle eine nimmersatte Neugier.

Sei interessiert an allem. Lies viel und schreiben viel.

Achten auf deine Gefühle. Ein Schriftsteller ist immer auch ein Motivjäger.

Die Fakten sollten stimmen. Wenn der Leser Fehler entdeckt, die die Glaubwürdigkeit des Textes in Frage stellen, dann erschütterst du sein Vertrauen.

Ein Tagebuch führen ist Pflicht.

Es gibt viele Schriftsteller, die unermüdliche Tagebuchschreiber waren.

Ein berühmter Tagebuchschreiber war sicherlich Franz Kafka.

In einem Tagebuch kann man schreiben und skizzieren.

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